Gestaltungsideen für die Kinderwand
Farbe ist der Schlüssel zum Wohlfühlen von Menschen, also auch von Kindern. Deshalb sollte neben dem Gedanken an die funktionale Einrichtung bestehend aus Bett, Tisch, Stuhl und Schrank auch und vor allem an die Individualität des Kindes und des Wohlfühl-Aspekt des Zimmers gedacht werden. Und das lässt sich meist ganz einfach mit Farbe, Tapeten oder Bordüren umsetzen.

Der übertriebene Prinzessinen-Traum von rasch.

Jurrasic Park lässt grüßen
Neben der Tatsache, dass ökologische Baustoffe wie Holz das Raumklima verbessern, ist auch der Fakt, dass der kindliche Raum ein Ort der Fantasie sein sollte nicht zu verachten. Dabei können oft schon Wohntextilien wie Vorhänge oder Bettwäsche oder das Schaffen von Höhlen unter Hochbetten und Spielwiesen in Zimmerecken Wunder bewirken. Aber auch die Zimmerwände bieten eine große Fläche für kindgerechte Kreativität.

Ein paar Luftballons bringen ohne Überladung Spaß und Farbe ins Spiel.

Auch dezente Zweige mit ein paar Vögeln können sehr effektvoll sein.
Berücksichtigt man die Vorlieben des eigenen Kindes, kommt man schnell auf Ideen zu Piraten-, Prinzessinnen- oder Zoo-Zimmern. Natürlich werden jetzt Stimmen laut, was das alles kosten und wer das alles umsetzen soll, aber wenn Sie einmal ganz tief in sich hören, wissen Sie, dass Kinder im Hier & Jetzt leben, Kinder der Mühe wert sind und auch mit wenig Geld schon viel möglich ist.

Die Idee vom Zirkus oder Jahrmarkt ist super — die Umsetzung leider viel zu übertrieben.
Es ist ohnehin nicht unbedingt ratsam gleich ein ganzes Zimmer im Autodekor oder Zirkus-Style zu tapezieren. Oft reicht schon eine Wand oder gar ein Tapetenstreifen um dem Zimmer eine andere Note zu verleihen. Auch Bordüren sind bestens für thematische Akzente geeignet. Und all das lässt sich mit dem Großwerden des Kindes problemlos jederzeit erneuern.

Ein Piratentraum wird wahr.
Sind Tapeten und Bordüren zu aufwendig und unpersönlich, eignet sich auch eine Mal-Wand als kommunikatives Bindungsglied der gemeinsamen Kreativität zwischen Eltern und Kind. Einfach ein Wandstück zur Leinwand bestimmen, dort gemeinsam mit dem Kind Tiere, Pflanzen oder Symbole malen und bei Bedarf durch kurzes Überweißen eine unbeschriebene neue Leinwand schaffen.

Mit einem Graffitti-Tapeten-Streifen werden persönlichkeitsgerechte Akzente gesetzt.
Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt und wenn beim eigenen Maltalent nicht gerade ein Meister vom Himmel gefallen ist, kann man auch Muster wie Quadrate, Punkte oder Streifen an die Wand zaubern oder mit Hilfe von Schablonen arbeiten. Wichtig ist: Weniger ist oftmals mehr. Immerhin soll das Kind in dem Raum nicht verrückt werden vor Unruhe und erschlagenden Farben.

Auch quadratische Farbakzente fernab von Malkünsten bringen Stimmung in das Kinderzimmer.

Die Farb-Wirkung sollte man nicht unterschätzt. Sanfte Farben unterstützen einen sanften Schlaf.

Mit grellem Chaos ist nicht nur das Kind schnell überstimuliert und gereizt.
Bleibt mir nur noch viel Spaß beim Pinsel schwingen zu wünschen. Übrigens lassen sich auch sonst in kleinen Details wie einem Autoreifentisch oder einem gekrönten Bilderrahmen die Themen der Zimmer wunderbar und unkompliziert aufgreifen.
(Bilder: futurestreet, Kenziepoo, Conor Keller/fortysixtyphoto.com, anonymous to you, allspice1, tapetenpics, Rasch GmbH)
Vor dem Kreativ-Wurm Christin Springer ist seit je her kein Holz sicher. Mit ihr kann man Pferde stehlen, Wurzeln schlagen und Berge versetzen. Ihre treuesten Gefährten heißen „Liebe zum Detail“ und „Leidenschaft fürs Ganze“.
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