Sehenswerte Heizungen, Volume II
Inspiriert vom Eis-Mai 2010 habe ich letzte Woche bereits einen Beitrag über stylishe Heizungs-Designs veröffentlicht. Damit war aber längst noch nicht alles zu diesem Thema gesagt und gezeigt und daher hier noch ein paar außergewöhnliche Heizungs-Kandidaten, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Wie ein zum Quadrat gepresstes Gehirn sieht der Heizwürfel octoCUBE der französischen Designerin Vivien Muller aus. Wobei er allerdings den nicht zu verachtenden Vorteil hat, dass man sich einfach draufsetzen kann, wenn man friert. Und der Aspekt, dass octoCUBE aus unzähligen rund 9 Zentimeter langen Einzelrohrstücken zusammengesteckt wird, macht das Teil irgendwie trotz gewöhnungsbedürftiger Optik ziemlich cool, ähm, ich meinte natürlich HOT!

Heizung zum Quadrat. Octocube von Vivien Muller
Eine gute Adresse in Sachen Designer-Heizung sind auch die Italiener Antrax, denen mit dem von Francesco Lucchese entworfenen Donut-Radiator ein ganz besonderes Exemplar gelungen ist, das auf den Namen Zero-Otto hört. Der wiederum kommt wohl daher, dass der appetitanregende Wärmespender sowohl einzeln wie eine Null …

Homer Simpson wäre entzückt. Zero-Otto im Donut Design
… als auch in der an eine Acht erinnernden doppelten Ausführung erhältlich ist.

Doppelt hält wärmer. Zero-Otto in der Zweierausführung
Die Italiener scheinen recht aktive Heizungsdesigner zu sein, denn auch die bereits im Bild ganz oben zu bestaundende Kuriosität kommt aus dem Land, dessen Umrisse entfernt an einen Stiefel erinnern. Für Ad hoc haben Stefano Ragaini und Giorgio Di Tullio (was haben Italiener nicht immer für tolle Namen!) den kabelförmigen Radiator Ciussai entworfen. Der ist zwar nicht besonders schön, aber definitiv sehenswert.

Vielleicht der längste Heizkörper der Welt. Ciussai von Ad hoc
Und Italien punktet weiter, denn mit Caleido hat sich eine weitere italienische Design-Firma auf alternative Heizungslösungen spezialisiert. Gekonnte Farbaspekte auf einer von Bienenwaben inspirierten Struktur setzt beispielsweise der von James di Marco entworfene „Honey“.

Wärmende Bienenwaben. Honey von Caleido
Ebenfalls farbenfroh präsentiert sich „Bouille’hot“ des Franzosen Florent Cuchet, das optisch an eine Wärmeflasche erinnert.

Wärmeflasche an der Wand. Boille'hot von Florent Cuchet
Ich gelobe hiermit feierlich, erst wieder im Winter über Heizungen zu schreiben und jetzt erstmal dem Sommer Raum zur Entfaltung zu geben. Wer aber gar nicht genug von dem Thema bekommen kann, sollte HIER noch einmal meinen Beitrag über Carisa lesen …
Schon in der steirischen Baumschule kämpfte Matthias Schaffer mit selbstgeschnitztem Holzschwert gegen die Brett-Vorm-Kopf-Und-Stock-Im-Arsch-Mentalität. Heute liest er sich durch die Berliner Kaffeehäuser.
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